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Der Navigator verbindet den Einzelnen mit der Unternehmensstrategie.

Jan
Spěváček
22.7.2025
ICE Kultur, #WirSindICE

Eine Strategie kann noch so gut formuliert sein – wenn sie von den Teams und den Menschen im Unternehmen nicht mitgetragen wird, bleibt sie wirkungslos. Die Navigatoren bei ICE sind wie ein GPS: Sie verbinden die Unternehmensstrategie mit dem Arbeitsalltag, helfen dabei, den richtigen Kurs zu halten, wenn Orientierung fehlt, und machen darauf aufmerksam, wenn etwas nicht funktioniert.

Eine von ihnen ist Pavlína Mokrá. Im Interview spricht sie darüber, woran man erkennt, dass in einem Team etwas nicht stimmt, wie Vertrauen im Arbeitsalltag gelebt wird und warum es manchmal wichtig ist, erst einen Schritt zurückzugehen, bevor man Veränderungen anstößt.

➡️ Wie würdest du die Rolle eines Navigators bei ICE beschreiben?

Ein Navigator verbindet die Menschen und Teams mit der Unternehmensstrategie. Er kennt das Unternehmen von innen, weiß, was in den einzelnen Bereichen passiert, und sorgt dafür, dass alle in die gleiche Richtung gehen. Dafür muss man sowohl das Geschäft als auch die Menschen verstehen – nicht nur von außen, sondern auch von innen. Außerdem unterstützen wir die Entwicklung unserer Mitarbeitenden und helfen dabei, Konflikte zu lösen.

➡️ Deine erste große Herausforderung als Navigatorin war das Team für Elektroinstallationen. Was war damals passiert?

Das Team befand sich in einer schwierigen Situation. Die Kommunikation funktionierte nicht mehr, das Vertrauen war verloren gegangen und auch die Qualität der Arbeit ließ nach. Meine Aufgabe war es, herauszufinden, was genau hinter diesen Problemen steckt und warum das Team nicht mehr gut zusammenarbeitete. Und vor allem wollte ich mir ein objektives Bild machen – nicht nur auf Grundlage dessen, was das Management wahrnahm.

➡️ Wie bist du bei der Ursachenanalyse vorgegangen?

Ich wollte keine vorschnellen Schlüsse ziehen. Stattdessen habe ich mit den Menschen gesprochen, ihnen zugehört und ihr Vertrauen gewonnen. So wurden nach und nach Zusammenhänge sichtbar, die zuvor niemand erkannt hatte. Erst dann zeigte sich, welche Veränderungen tatsächlich notwendig waren – in manchen Fällen gehörten auch personelle Veränderungen dazu.

➡️ Was hat dich damals am meisten überrascht oder gefreut?

Besonders beeindruckt hat mich, wie stark sich zwei völlig unterschiedliche Teams gegenseitig unterstützt haben – zum Beispiel die Monteure und die Softwareentwickler. Ihre Bereitschaft, einander zu helfen und gemeinsam Lösungen zu finden, hat mich positiv überrascht. Und ebenso, dass diejenigen, die anfangs Verbesserungsvorschläge eingebracht hatten, später selbst Verantwortung übernommen und Führungsrollen übernommen haben.

➡️ Was bedeutet es heute – mit etwas Abstand – für dich, Navigatorin zu sein? Wie hat sich diese Rolle entwickelt?

Die Arbeit als Navigatorin macht mir große Freude und gibt mir das Gefühl, wirklich etwas zu bewirken – sowohl für die Menschen als auch für das Unternehmen. Ohne Verständnis für beide Seiten entstehen schnell Reibungsverluste. Gleichzeitig entwickelt sich die Rolle ständig weiter – mit dem Wachstum des Unternehmens, der steigenden Komplexität unserer Projekte und der Auslastung der Teams. Was jedoch immer gleich bleibt, ist die Bedeutung von Zuhören, Vertrauen und der gemeinsamen Lösung der ganz normalen Herausforderungen des Arbeitsalltags.

➡️ Hat sich der Umgang mit den Menschen oder mit Veränderungen bei ICE im Laufe der Jahre verändert?

Der Umgang mit den Menschen hat sich nicht verändert. Sie standen bei ICE von Anfang an im Mittelpunkt. Uns ist bewusst, dass der Erfolg unseres Unternehmens auf guten Mitarbeitenden und ihrem Know-how basiert. Deshalb lautet einer unserer zentralen Werte: Team. Denn auf die Menschen kommt es an. Wenn die Menschen gut zusammenarbeiten, spiegelt sich das auch im Erfolg des Unternehmens wider.

➡️ Was ist heute deine größte Herausforderung? Mit welchen Teams arbeitest du aktuell zusammen?

Mit dem Wachstum des Unternehmens wächst auch die Zahl der Mitarbeitenden und damit die Vielfalt der Situationen, die es zu begleiten gilt. Ich betreue derzeit die Teams Installation, Produktion, Einkauf, Lager, Finanzen sowie die Projektcontrollerinnen und -controller, die Rechtsabteilung, IT und HR – insgesamt rund 70 Mitarbeitende. Neue Herausforderungen ergeben sich praktisch jeden Tag.

Bei so vielen Teams ist die größte Herausforderung, die Zeit sinnvoll einzuteilen und die richtigen Prioritäten zu setzen. Manchmal sehe ich die größte Herausforderung auch darin, dass ich an einer Schnittstelle stehe. Ich erhalte viele vertrauliche Informationen, aus denen ich Schlussfolgerungen für die Unternehmensstrategie ziehen muss, ohne dabei das Vertrauen der einzelnen Menschen zu verletzen.

➡️ Welchen Rat würdest du neuen Mitarbeitenden geben, die das Gefühl haben, sich zu verlieren oder ihren Platz noch nicht gefunden zu haben?

Dank unseres durchdachten Onboarding-Prozesses – zunächst auf Unternehmensebene und anschließend im jeweiligen Team – sollte dieses Gefühl eigentlich gar nicht erst entstehen. Wie sich neue Mitarbeitende fühlen und ob sie alle wichtigen Informationen erhalten, besprechen wir regelmäßig in den individuellen Gesprächen mit ihrem Navigator.

Sollte dieses Gefühl später dennoch auftreten, ist mein Rat ganz einfach: Wenn du etwas nicht weißt, dir unsicher bist, ein Problem hast oder dich einfach nicht wohlfühlst – sprich mit deinem Navigator.

➡️ Und was sagt dein Kollege Tomáš Ptáček über dich?

"Vor fünf Jahren habe ich Pavlína für unser Einkaufsteam ausgewählt. Heute arbeitet zwar keiner von uns beiden mehr in diesem Bereich, aber die Zusammenarbeit mit ihr war damals eine echte Freude. Heute arbeiten wir als Leader und Navigatorin für das Installationsteam zusammen – und auch jetzt schätze ich die Zusammenarbeit mit ihr sehr. Pavlína ist zuverlässig, verantwortungsbewusst und vor allem eine echte Teamplayerin, die wesentlich zum gemeinsamen Erfolg beiträgt. Sie übernimmt Verantwortung für ihre Aufgaben, organisiert ihre Arbeit effizient und geht Konflikte und Meinungsverschiedenheiten konstruktiv an. Gleichzeitig arbeitet sie eng mit ihren Kolleginnen und Kollegen zusammen, kommuniziert klar und verständlich und hört anderen aufmerksam zu. Mit ihrer positiven Art und ihrer Motivation schafft sie es, vertrauensvolle und wertschätzende Arbeitsbeziehungen aufzubauen.“