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#WeAreICE Jakub Koutník: Woran merkt man, dass man bleiben möchte?

Kristýna
Wasylkiwová
23.2.2026
ICE Kultur, #WirSindICE

Es beginnt ganz unscheinbar. Du möchtest herausfinden, wie die Arbeit im echten Betrieb aussieht und wie die Dinge außerhalb der Schule funktionieren – also suchst du dir einen Ferienjob.


Am Anfang weißt du noch nicht genau, was dich erwartet. Dann kommt das erste Projekt. Der Moment, in dem du selbst etwas anschließt oder montierst. Der Augenblick, in dem du merkst, dass die anderen dir vertrauen und mit dir rechnen. Nach und nach bekommst du mehr Freiraum und Verantwortung. Vielleicht auch die Möglichkeit, für Projekte ins Ausland zu fahren. Und irgendwann wird dir klar, dass du nicht mehr nur zum Reinschnuppern da bist, sondern ein vollwertiger Teil des Teams geworden bist.

Diesen Weg ist auch der Elektromechaniker Jakub Koutník gegangen, der 2022 als studentische Aushilfe zu uns kam. Es folgten ein Schulpraktikum, ein Einsatz in Schweden und die Mitarbeit an weiteren Projekten im In- und Ausland. Mit jeder neuen Erfahrung wuchs nicht nur seine Sicherheit bei der Arbeit, sondern auch sein Entschluss zu bleiben.


➡️ Was erfüllt dich an deiner Arbeit am meisten?

An ICE gefällt mir vor allem das freundschaftliche Miteinander. Hier arbeiten viele junge Leute, mit denen ich mich gut verstehe. Gleichzeitig funktioniert auch die Zusammenarbeit mit den erfahreneren Kolleginnen und Kollegen sehr gut. Insgesamt herrscht eine angenehme Atmosphäre, und man fühlt sich als echter Teil des Teams.

Auch die Arbeit selbst macht mir Spaß. Was wir tun, hat einen Sinn. Durch ICE habe ich die Möglichkeit, an interessanten Projekten nicht nur in Tschechien, sondern auch in Deutschland oder Schweden mitzuwirken. Genau diese Mischung aus abwechslungsreicher Arbeit und Reisen erfüllt mich.

➡️ Was funktioniert hier deiner Meinung nach besonders gut?

Am meisten schätze ich die Bereitschaft, sich gegenseitig zu helfen. Wenn ich bei etwas nicht weiterweiß, findet sich immer jemand, der einen Rat gibt oder dabei hilft, eine Lösung zu finden.

Sehr wichtig ist für mich auch der Erfahrungsaustausch mit älteren und erfahreneren Kolleginnen und Kollegen. Sie können Dinge verständlich erklären und zeigen, wie sie in der Praxis funktionieren. Dadurch entsteht eine ganz natürliche Zusammenarbeit, und man steht mit einem Problem nie allein da.

➡️ Was ist heute anders als zu der Zeit, als du angefangen hast?

Ich habe unglaublich viel dazugelernt. Als ich 2022 zum ersten Mal als Ferienaushilfe zu ICE kam, fing ich praktisch bei null an und hatte großen Respekt vor dem, was mich erwarten würde.

Nach und nach habe ich mir Kenntnisse in Mechanik und Elektrotechnik angeeignet. Heute kann ich viele Aufgaben bereits selbstständig übernehmen. Ich sehe, wie weit ich in dieser Zeit gekommen bin. Gleichzeitig gefällt mir, dass es hier immer noch viel Raum gibt, weiterzulernen, sich zu verbessern und neue Schritte zu machen.

➡️ Was war ausschlaggebend dafür, dass du nach der Schule in Vollzeit angefangen hast?

Ich kannte das Unternehmen und die Arbeit bereits gut, deshalb war es für mich ganz natürlich weiterzumachen. Ich wusste, in welches Umfeld ich komme – ich war dreimal als Ferienaushilfe hier und außerdem im Rahmen meines Schulpraktikums.

Sehr geholfen hat mir auch die Möglichkeit, zu einer Montage nach Schweden zu fahren. Dadurch habe ich meinen Horizont erweitert – nicht nur fachlich, sondern auch im Hinblick darauf, wie Projekte im Ausland ablaufen. Außerdem gefallen mir die Aufgaben, das Team und die Möglichkeit, auch weiterhin zu reisen.


➡️ Du hast Schweden erwähnt. Wie erinnerst du dich an diese Erfahrung?

Während meines Ferienjobs bekam ich das Angebot, zu Scania nach Schweden zu fahren, und ich musste nicht lange überlegen. Ich war dort knapp einen Monat und konnte alles ausprobieren – von der Montage bis zur Verkabelung. Genau so hatte ich es mir vorgestellt.

Für mich war das eine sehr prägende Erfahrung. Durch die tägliche Kommunikation konnte ich mein Englisch verbessern und aus nächster Nähe sehen, wie internationale Projekte funktionieren. Gleichzeitig habe ich das Team besser kennengelernt und erlebt, wie die Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg abläuft. Das hat mir geholfen, selbstständiger zu werden, und mich in meiner Arbeit bestärkt.

➡️ Wie würdest du deine Arbeit heute beschreiben?

Die Arbeit ist abwechslungsreich. Ich komme mit vielen unterschiedlichen Projekten in Berührung. Manchmal ist es ziemlich anspruchsvoll, manchmal etwas ruhiger – damit muss man rechnen.

Es ist nicht immer ein Spaziergang. Aber genau das macht die Arbeit zu einer wertvollen Erfahrung und bringt mich weiter.

Jakubs Geschichte ist keine Ausnahme. Manchmal braucht es nur eine Chance. Was daraus entsteht, liegt dann an jedem selbst.